Igel 2.0

Seit Wochen warte ich darauf, dass die Igel vom letzten Jahr aus ihrem Winterschlaf erwachen. Und endlich seit ein paar Tagen oder besser Nächten kommen sie oder zumindest einer von ihnen wieder in meinen Igel-Imbiss um sich voll zu futtern.

Seit es tagsüber an die 10 Grad C oder auch mehr wird, befülle ich mein Igel-Futterhaus wieder mit Mehlwürmern und Soldatenfliegenlarven. Ich konnte sehen, dass jemand hungrig war, weil die getrockneten Würmer weniger wurden und teilweise auch neben dem Teller lagen. Aber ich war unsicher, ob es Igel waren. Denn anderen Tieren schmecken die Würmer auch… und da ich keine typischen Kotspuren von Igeln sehen konnte, war ich skeptisch.

Jetzt bin ich allerdings ganz sicher, denn ich habe eine Wildkamera direkt ins Igelhaus gestellt. Und dort wurden sie fotografiert und gefilmt. Es könnten sogar 2 Igel sein.

Ein Größenunterschied ist sichtbar. Ob es wirklich so ist, wird sich sicher noch genauer zeigen 😏

Durch die Klappe rein ins Igelhaus.
Der Igel inspiziert die Kamera.
Die Asseln auf der ausgelegten Zeitung scheinen auch zu schmecken.
Igel steht auch gerne mitten im Futter.
Die kleinen Schnecken an der Wand schauen dem Igel beim Fressen zu.
Wenn der Igel satt ist, verschwindet er durch die Klappe wieder nach draußen.

Nun habe ich sie einige Nächte beobachten können und würde natürlich auch ganz gerne wissen, wo die Igel denn ihr Winterquartier hatten. Denn das neue Igel-Schlafhaus, welches ich im letzten Spätherbst extra noch gekauft hatte, ist unbenutzt. Mein selbtsgebautes Igel-Schlafhaus habe ich noch nicht genau inspizieren können. Schließlich will ich ja auch niemanden verscheuchen. Und den Totholzhaufen hinten im Garten mochte ich auch noch nicht auseinandernehmen. Obwohl an der Stelle eigentlich ein anderes Projekt verwirklicht werden soll. Aber dazu bei gegebener Zeit…

7 Antworten zu „Igel 2.0“

  1. WOW, Diane … Du wirst noch eine Tierfilmerin. Einfach toll! Igel sind sooo niedlich.

    Ich kenne eine Frau, mit der ich früher geschäftlich zu tun hatte, die nach einem Schlaganfall und ihrem Kampf zurück ins „normale Leben“ ihre Freizeit in Franken den Igeln widmet. Sie hat eine eigene Igelstation aufgebaut und päppelt untergewichtige Igel wieder auf, befreit diese von Ungeziefer wie Milben, Würmern usw., um sie danach wieder in die Freiheit zu entlassen.

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    1. Lieben Dank 😏 ich finde die Igel auch so niedlich! Und viele brauchen Hilfe. Einzelne wollen meine Hilfe aber auch nicht. .. naja. Igel-Päppelstationen gibt es hier auch viele. Ich stehe mit einigen in Kontakt. Tierfilmerin wäre so ein Traumjob von mir💕 aber ich wäre ganz sicher zu ungeduldig😁

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      1. Ja, viele Igel sind wohl unterernährt und voller Parasiten. Meiner Bekannten mit der Igelstation ist es sehr wichtig, dass sie die stacheligen Gesellen nur aufpäppelt und dann wieder in die Freiheit entlässt. Mittlerweile dürfte sie schon so etwas wie eine lokale Igelretter-Berühmtheit sein.

        Apropos Tierfilmer: Kennst du Ernst Arendt und Hans Schweiger? Ihre Tierdokumentationen sind fantastisch und echte Klassiker. Ich liebe besonders ihre Doku über „Keas – Spaßvögel im Schnee“ in der Reihe „Tiere vor der Kamera“ von 1988.

        Guckst du hier:

        Keas – Spaßvögel in Neuseeland | Tiere vor der Kamera (1988) | Folge 23/57

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      2. Den kannte ich noch nicht. Aber Mega Vögel die Keas. Danke für den Link😏
        Ich schaue meistens die Natur-Dokus auf NDR und N3. Da gibts auch wirklich interessante zu sehen. Manchmal aber auch die eine oder andere Wiederholung…
        Mein Igel hat bestimmt auch Parasiten. Ich habe gerade auf Instagram ein Video gesehen, wo ein Igel mit der Zahnbürste in einer Wasserschüssel geschrubbt wird. Dazu müsste ich den Kerl aber erst einmal gefangen kriegen…

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      3. Gern geschehen. Auch andere Tier-Dokus von Arendt & Schweiger sind klasse. Die NDR-Tierdokus kenne und schätze ich auch.

        Ich liebe allerdings vor allem die alte Serie „Im Reich der wilden Tiere“, kennst du die noch? Die habe ich als Kind in den 1970er Jahren verschlungen und saß immer gebannt vorm Fernseher, wenn Marlin Perkins und dazu die charismatische Synchronstimme von Friedrich Schoenfelder moderierte und erklärte.

        Im Reich der wilden Tiere (Folgen 1-130) – Jetzt auf DVD! – mit Marlin Perkins – Fernsehjuwelen

        Das war die Zeit, in der ich Tierfilmerin werden wollte … Nun, es ist ganz anders gekommen, wie du weißt.

        Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es für einen Igel angenehm ist, mit einer Zahnbürste geschrubbt zu werden. Hat der dabei nicht furchtbare Angst?!

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      4. Ja sehr cool, die alten Filme. Aber auch da war die Welt nicht immer in Ordnung. Wilderer und andere Bekloppte gab es damals auch schon.

        Der Igel hat gar keinen so unglücklichen Eindruck gemacht. Vielleicht war das angenehmer, als selbst ständig zu kratzen.

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      5. Das stimmt. Leider.

        Ja, vielleicht hat der Igel die Zahnbürsten-Massage genossen. Wer weiß. 😉

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