Malen mit Moortunke ist eine tolle neue Erfahrung. Das Malmittel ist nicht gekauft , sondern wurde aus richtigem Moorwasser hergestellt/eingekocht und bringt wunderschöne moorige Farbtöne zum Vorschein. Je nachdem, wieviel Wasser ich zur Moortunke hinzugebe, werden es auch tolle helle Töne.
Ich benutze eine Eierpalette (ein Altbestand aus einem ehemaligen Kühlschrank. Man muss ja nicht alles wegschmeißen – nur weil man es nicht für den eigentlichen Zweck benutzt) zum Mischen meiner sanften und kräftigen Brauntöne. Da ich nicht alle Farbe aus den Schälchen bis auf den letzten Rest vermalt habe, blieben Reste übrig, was natürlich über die Woche getrocknet ist. Heute habe ich dann mit einem kleinen Zerstäuber Wasser auf die getrocknete Farbe gesprüht. Und was soll ich sagen. Die Töne der Moortunke erwachen zu neuem Leben. Ein Schälchen hat nur wenig Wasser abbekommen und es entstand ein sämiger, tiefdunkler Braunton. Eine Konsistenz wie eine Jus. Und es malt deckend – das macht Spaß!

Bisher habe ich vermieden, die Moortunke mit anderen Farben zu mischen. Aber für Schatten habe ich heute die Moorfarbe mit Paynsgray gemischt, sodass die Bäume richtig lebendig wirken.
Himmel oder Wasser entsteht mit Kobaltblau und Paynsgray bläulich Aquarellfarben, um einen schönen Gegensatz zum Moorbraun zu schaffen. Auch bringt Paynsgray Tiefe in’s Bild. Das Moorbraun gefällt mir einfach so gut, dass ich die warmen Töne nicht versauen möchte. Aber wenn’s interessanter wird durch die Ergänzung anderer Farben, mache ich gerne Ausnahmen.
So entsteht eine moorbraune kleine Vielfalt.
Heutiges Ergebnis:



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