Ich folge dem Aufruf von Eva Helms einen Artikel zum Thema „Reisetagebuch“ zu schreiben. Mein Beitrag zur Blogparade: Wir verlängern den Urlaub: Zeige dein Urlaubs- oder Reisetagebuch!
Ursprünglich waren meine Aufzeichnungen alle nur für mich bestimmt. Bestenfalls auch für meine Mitreisenden. Naja, nun teile ich sie mit euch … frei nach dem Motto, „wer schreibt, vergisst langsamer“, bin ich absolut Freund von Notizen. Erst recht auf Reisen. Schließlich erlebe ich im Urlaub meistens so viel Schönes, dass es mich durchaus gelegentlich auch überfordert. Deshalb hilft mir mein Reisetagebuch, im Nachhinein die erlebten Dinge zu verarbeiten und auch später noch reichlich Freude zu empfinden, wenn das Erlebnis längst vorbei ist.
Analoge Augenblicke …
Früher habe ich meistens nur über das Erlebte geschrieben, Tickets, Eintrittskarten, Visitenkarten, Kurkarten aufgehoben und im Reisebuch gesammelt. Gelegentlich habe ich auch Postkarten gekauft und sie als Erinnerung mit hineingelegt. Gesteigerten Wert lege ich dabei aber auch auf das Buch selbst, in das ich meine Erinnerungen schreibe. Es muss auch außen meinen Geschmack treffen. Wann immer ich ein außergewöhnlich schönes Buch finde, kaufe ich es. Dabei ist schon eine ganze Reihe an hübschen Büchern zusammen gekommen.
Hier mein bisheriges Reisebuch, welches ich seit gut 10 Jahren nutze, in dem ich Informationen in Texform festhalte, Tickets, Visitenkarten und Zeichnungen – nicht sehr schön, aber es hilft meiner Erinnerung auf die Sprünge.



Ich zeichne, wann immer ich die Möglichkeiten dazu habe. Zum Beispiel in mein Minisketchbook 11 x 15, mit Fineliner und Wassertankpinsel:

Wenn ich heute verreise, dann nehme ich mein Sketchbook mit und zeichne einige Skizzen hinein. Manchmal im Strandkorb, auf der Terrasse eines Restaurants oder auch im Stehen am Strand, falls sich gar keine Sitzmöglichkeit ergibt. Ich nutze sie als bildhafte Ergänzung zu meinen Aufzeichnungen und Sammelsurium. So kommen diese und ähnliche Kritzeleien zustande:


Wenn ich allerdings mit Freunden verreise und wenig Zeit für mich selbst habe, nutze ich auch mal hinterher, wenn der Urlaub längst beendet ist, eigene Fotos um Motive nachzuzeichnen. Wie hier bei unserem letzten Trip an die Nordsee. Es war wirklich sehr warm im Juni und mein Handgepäck war auf das Nötigste beschränkt. So ließ ich mein 25×25 Sketchbook im Ferienhaus. Erst zuhause habe ich mich hingesetzt und einige Szenen und Orte festgehalten. So entstanden die folgenden Szenen mit besonders schönen Erinnerungen an unseren Nordseetrip:





Dieses 25×25 Sketchbook mit leider viel zu dünnem Papier zeigt leider nicht das gewünschte Ergebnis. Zum Zeichnen ist es ok, mit Aquarellfarben weicht es schnell bis zur nächsten Seite durch.
Die Hinterherfreude ist groß, wenn ich einige Fotos nachzeichne und in meine Notizen schaue. So vergesse ich einfach nicht so schnell, wie es war. Und ich übe regelmäßig zeichnen. Sonst male ich meistens mit Pinsel und Farben. Aber Zeichnungen fallen mir viel schwerer und sind eine echte Herausforderung. Gelingt es mir trotzdem freue ich mich total darüber und schaue es um so lieber an.
Ebenso geht es mir mit alten Fotoalben. Sind die Fotos hübsch eingeklebt mit Notizen und Sprüchen schaue ich sie Jahre später noch gerne an. Das ging mir gerade mit einem alten Fotoalbum aus den 2000 so. Früher bin ich mit einigen Ex-Kolleginnen regelmäßig nach Föhr gefahren. Aber die Details sind einfach zu lange her, zumal der Kontakt zu einigen auch abgerissen ist. Aber als ich mein Album durchblätterte, waren die Erinnerungen sehr präsent. Habe ich mich so darüber gefreut, dass ich gleich ein paar Fotos an eine Freundin weitergeschickt habe. Und dann hat die festgestellt , dass sie die Fotos gar nicht kennt – obwohl sie eindeutig auf ihnen zu sehen ist! Das war ein Spaß – für uns beide😁


Urlaubsgrüße selbstgemacht und nicht gekauft ist mein nächstes Ziel. Wahrscheinlich gibts es heute sowieso nicht mehr viele Menschen, die Postkarten an die Daheimgebliebenen schicken. Ich nehme mir immer wieder vor, dass ich kleine Aquarell-Karten bemale und sie an meine Lieben schicke. Statt gekaufter Postkarten. Ich schreibe wirklich nicht viele Postkarten, aber zwei werden es meistens. Die blanko Aquarell-Karten habe ich schon sehr lange im Gepäck, nur die Motive werden meistens nicht rechtzeitig fertig. Also kaufe ich dann wieder fertige Postkarten und hinke meinem Ziel hinterher.
… oder Digital

Als die digitalen selbst gestalteten Fotobücher zum Ausdrucken aufkamen, fand ich das auch ganz super. Wann immer ich eine schöne Reise hinter mir hatte, habe ich für meine Mitreisenden und mich Fotobücher gestaltet. Mein Vater ist vor vielen Jahren mit der Transsibirischen Eisenbahn gefahren und hatte den Wunsch, dass ich ihm ein Erinnerungsbuch gestalte. Habe ich natürlich gerne gemacht. Aber ein Fotobuch für Reisen gestalten, die ich nicht selbst unternommen habe, ist nicht so einfach. Schließlich habe ich keinen Bezug zu den Orten, kann nur das einfließen lassen, was mein Vater an Informationen gegeben hat. Mein Vater und seine Mitreisenden fanden es trotzdem schön und haben sich sehr gefreut.
Vorbilder 🤩
Die Künstlerin, bei der ich die Malschule besuche, hat mich einen Blick in ihr Reisetagebuch werfen lassen… da ich auf Instagram schon ganz fasziniert von den Einblicken war. Sie hält Urlaubsszenen fest und schreibt einige Informationen dazu auf. Finde ich eine super Idee. Und bei ihr sieht es wirklich auch sehr schön und entspannt aus. Eben wie erholsame Urlaubsszenen …


Hinterlasse eine Antwort zu Wir verlängern den Urlaub: Zeige dein Urlaubs- oder Reisetagebuch! – Die Einsendungen – Biografissima – Keine ist wie du Antwort abbrechen