Magst du Katzen oder lieber Hunde?
Ich kenne viele Menschen, die beides mögen und schon beides hatten, aber das Herz für eins der beiden schlägt. Ich m a g alle Tiere.
Aber Katzen faszinieren mich! Ich bewundere die Eigenständigkeit dieser Tiere. Sie sind willensstark! Wenn sie etwas nicht möchten, starren sie dich einfach an, solange bis du aufgibst. Niemals sie.

Außerdem finde ich Katzen wunderschön, elegant, fast majestätisch. Sie laufen nicht, sie schreiten. Selbst schlafend sind Katzen für mich eine Augenweide… und wenn sie sich dann im Schaf schnurrend auf den Rücken drehen und den Bauch nach oben strecken, damit sie genau dort gekrault werden. Ich könnte stundenlang so ein weiches Fell bearbeiten…
Sowas passiert
Da unkastrierte Katzen nicht immer ein Segen für die Besitzer sind, kommt dann auch manchmal unerwünschter Nachwuchs. So kam ich dann zu meiner ersten eigenen Katze.
Eine weiße Katze vom Lande hatte offensichtlich Spaß mit einem getiegerten Waldkater. So entstand meine schneeweiße „Buffy“ (oben auf dem Bild). Ich „rettete“ sie von einer Familie, die die Mutterkatze auch nicht kastrieren lassen hatte. Und natürlich wollten sie die Katzenbabies so schnell wie möglich loswerden. Ich bestand darauf, dass sie 8 Wochen bei der Mutter blieb obwohl ich sie am liebsten gleich eingepackt hätte. Als ich sie das erste Mal anschaute, war sie so winzig und quirlig – ein richtiger Unruhegeist. Sie mochte damals schon keinen Trubel. Aber bei mir war es „Liebe auf den ersten Blick“!
Mit 8 Wochen nahm ich sie endlich mit nach Hause. Wir hatten einen tollen Kratzbaum für sie gebaut, eigenhändig ein dickes Sisalseil um ein Kantholz gewickelt und alles in der Wohnung versucht „katzensicher“ zu machen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass gar nichts „katzensicher“ war. Denn sie stieg an A L L E M mit ihren messerscharfen Krallen hoch. An Möbeln sowieso, aber auch an uns. Sie krallte sich einfach mit ihrem Fliegengewicht an den Hosenbeinen ein… wenn es ganz schlimm kam auch in der nackten Haut. Das war dann, als wenn kleine Rasierklingen mein Bein zerschnitten. Es war echt unangenehm. Und ich sah sehr geschunden aus… für lange Zeit.

So sah Buffy mit 8 Wochen aus, als sie bei uns einzog. Riesige Ohren, blaue Augen, riesige Füße und einen dunklen Fleck zwischen den Ohren.
Kleine und größere Vorfälle
Diese kleine Katze, konnte aus dem Stand wirklich hoch springen. So kam es, dass eine Freundin mich besuchte, auf dem Sofa Platz nahm und nichts böses ahnte. Buffy saß auf dem Fußboden, starrte die Freundin an und machte einen Satz und saß bei der Freundin direkt auf der Brust. Meine Freundin war kurz vorm Herzinfarkt. Klar, erschrocken hätte ich mich bestimmt auch. Ich hatte damit zu tun, meine Freundin zu befreien. Denn diese Minikrallen hatten ganz schön Kraft und hielten fest, wie kleine Widerhaken.
Von diesen Erlebnissen hatte ich mehrere. Wir sind immer zu zweit mit ihr zum Tierarzt gefahren. Mein Mann hat sie festgehalten und ich habe die Anmeldung, Dokumente usw. übernommen. So kam es, dass wir mit ihr beim Tierarzt am Tresen standen, kurz warten mussten und dann nahm die Sache ihren Lauf… Buffy sprang samt Leine dem vor uns stehenden Herrn in den Nacken. Oh mein Gott – die Panik war groß, bei uns und dem Herrn. Der hatte hinten natürlich keine Augen und konnte das nahende Unheil nicht sehen. Wir versuchten also die Katze wieder loszukriegen aus dem Nacken des Herrn, den wir nicht kannten. Er versuchte sie abzuschütteln und die Praxismitarbeiter lachten sich kaputt. Nachdem wir Katze vom Menschen befreit hatten, entschuldigten wir uns natürlich. Wie peinlich war das denn! Aber es stellte sich heraus, dass der Mann ein Außendienstmitarbeiter war, der etwas an die Praxis verkaufen wollte und theoretisch mit Vorfällen dieser oder anderer Art hätte rechnen müssen. Jedenfalls sagten die Praxismitarbeiter „Das muss er abkönnen“. War uns trotzdem ziemlich peinlich. Wir haben den Mann da auch nie wieder getroffen – zum Glück!
Besuch zu Weihnachten
Buffy´s einziger dunkler Fleck am Kopf verschwand nach einigen Monaten. Irgendwann war sie schneeweiß wie ihre Mutter. Ihre Augenfarbe wechselte von Blau zu Bernstein. Ihre Krallen wurden mit der Zeit erträglicher. Ihren Namen „Buffy“ bekam sie nach prominentem Vorbild, dem Büffetwagen aus Starlight Express. Im Nachhinein stellte sich das als wahrhaftiges Omen heraus. Sie futterte nämlich sehr gerne.



Die ersten 2 Jahre hatten wir noch einen Weihnachtsbaum – mit Wurzel, damit wir ihn im Folgejahr wieder reinholen konnten. Natürlich habe ich ihn geschmückt: mit Holzfiguren, Kugeln und selbstgebackenen Baiser-Formen (Tannen, Herzen, Kringel). Die Eiweißgebäcke blieben nicht unentdeckt und wurden sofort abgeschleckt. Nicht von uns, sondern von Buffy. Das war gar nicht gut für sie, da die Dinger aus Eiweiß und entsprechend viel Zucker bestanden. Das war also nichts, auch nicht für uns.
Manchmal kamen die Nachbarkatzen zu Besuch. Durch die Terrassentür kamen sie rein, um zu schauen, was es hier zu holen gab. Buffy mochte allerdings keine anderen Katzen. Da die Besucher kleiner waren, als sie, hatten sie vorübergehend Narrenfreiheit. Sie beobachtete sie aber ganz genau, denn sie fraßen ihr Futter auf und wollten ebenfalls unseren Weihnachtsbaum beschlecken. Dann sind sie wieder gegangen.
Buffy mochte generell keine Besucher, weder mit 2 noch mit 4 Beinen. Sie war am liebsten mit uns (mein Mann und mir) alleine… auf einem ihrer Lieblingsplätze… Körbchen… Sofa… Kratzbaum.
Möchtet Ihr mehr von mir lesen? Dann folgt meinem Blog…

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