Jahresrückblick 2025 – Kunst und Natur als runde Sache

Mein Jahresrückblick 2025 zeigt meine beiden größten Leidenschaften – die Natur und das Malen – und wie es gemeinsam zu einer runden Sache wird. Das Malen benutze ich, um die Natur indirekt zu unterstützen. Die Natur nutze ich, um die Motive für meine Bilder zu finden. Für mich ist das eine sehr gelungene Verbindung! Denn meine Bilder veranschaulichen, wie Menschen die Natur und die Tiere unterstützen können. Daher macht mir diese Zusammenfassung des Jahres 2025 besonders Freude. Klar, mehr geht immer, aber jede kleine Unterstützung ist für unsere Gartentiere Gold wert!

Spatzen trinken aus alter Bratpfanne.

1. Garten für Mensch und Tier

1.1 Mein Hochbeet für Gemüse

Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich damit, unseren Garten zu optimieren. Es soll kein hübscher Vorzeigegarten sein, sondern ein möglichst naturnaher Nutzgarten für Mensch und Tier.

Da bei mir im März die Gartensaison beginnt, kaufte ich mir 2 Hochbeete und begann mit der Vorzucht von Gemüse und Kräutern. Kräuter gehen so nach 10 Tagen auf, Gemüse wie Spinat und Salat nach einer Woche – cool! Die Freude war groß. Bis ich feststellt habe, dass ich viel zu dicht gepflanzt hatte und noch mal ausdünnen musste. Aber letztendlich schmeckt selbstbezogenes Gemüse noch mal um einiges besser, als gekauftes. Daher vertiefe ich nächstes Jahr weiter meine Praxis.

Gemüseanbau im Hochbeet.

1.2 Naturstauden aussähen

Für die BUND-Aktion „Mehr Arten im Garten“ sähte ich heimische Wildstauden aus, die rückwirkend betrachtet, nicht den Erfolg brachten, den ich erhofft hatte. Einige Arten gingen auf, andere gar nicht. Es dauerte gefühlt ewig, bis ich die kleinen Pflänzchen in Töpfe pflanzen konnte, um sie bei den Tauschbörsen anzubieten. Das Wetter und die Temperaturen waren den letzten Sommer nicht so optimal, wissen wir im Nachhinein. Aber das hält mich nicht davon ab, es nächstes Jahr wieder zu versuchen. Vielleicht kann ich diesen Teilerfolg ja steigern.

Die gezogenen Naturstauden für mein Projekt beim BUND Stade.

1.3 Igelparadies bauen

Eines meiner Lieblingsprojekte gilt den Wildtieren. Igel sind heutzutage sehr auf unsere Hilfe angewiesen. Sie finden einfach nicht genug Nahrung in der freien Natur. Daher plante ich Änderungen im Garten. Meine vorhandenen Igelhunterkünfte entsprachen auch nicht dem Ideal, wie ich feststellen musste. Also schuf ich ein Igelparadies und baute eine neue Igelpension und einen Igel-Imbiss nach fachmännischer Anleitung, denn ich wollte dieser Art unbedingt helfen.

Anleitung und selbst zugesägte Hölzer zum Bau eines Igelhauses.

In den vergangenen Jahren hat immer mal wieder ein Igel bei uns überwintert. Wir haben die Nester im Garten oder auch hinterm Grill auf der Terrasse gefunden.

Und weil diesen Sommer eine Igel-Auffangstation per Zeitungsartikel nach Menschen gesucht hat, die Igel auswildern, habe ich ein Auswildergehege aufgestellt. Alles war vorbereitet, Futter gekauft und Näpfe aufgestellt … ich berichtete bereits darüber.

Meine Igel-Pension war bereit zur Auswilderung eines Igels.

Aber dann kam es doch anders … nachdem ich die Futterstellen im Garten mit artgerechtem Futter (Mehlwürmern und Soldatenfliegenlarven) bestückt hatte, dauerte es nicht lange, bis ein „wilder“ Igel in meinem Garten auftauchte. Allerdings blieb es nicht bei einem, sondern am Ende waren es 4 Igel, die in meinem Garten überwintern wollten. Zwei von ihnen waren groß und fähig den Winter zu überstehen. Einer war mittelgroß (ca 500 g), der von Oktober bis November noch zulegen musste, was er auch tat.

Mini-Igel (295 g leicht) in Quarantäne, damit er bis zum Winter genug zunehmen kann.

Der kleinste wog im Oktober erst knapp 300 g und wurde nach Anraten einer Igelexpertin in einer Maurerbütt mit Futter, Wasser und Nest aus Laub und Heu aufgepäppelt. Ende November fraß er sein Futter plötzlich nicht mehr, was mir sehr komisch vorkam. Beunruhigt schaute ich nach einer Woche im Nest nach und konnte keinen Igel mehr finden. Da muss der kleine Racker aus der Bütt geflüchtet sein. Wie, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber da er sich nun mal für den harten, eigenständigen Weg entschieden hat, soll er frei sein. Nachts habe ich ihn dann auf der Terrassenkamera an den Futterplätzen fressen sehen. Ich hoffe, dass er es auch so schafft. In Freiheit schmeckst es wahrscheinlich viel besser😏 Aber seit es so um die 5° oder kälter ist, wird das Futter nicht mehr angerührt.

1.4 Wasser-Projekt

Mein Aufruf „Wasser für die Gartentiere“ richtete sich an alle Gartenbesitzer, die alte Gefäße wie Bratpfannen und Schüsseln aufstellen können, um Insekten, Vögeln und Igeln Trinkmöglichkeiten zu bieten. Gärten sind im Sommer oft sehr trocken und die Tiere finden weniger Trinkplätze.

Alte Bratpfanne mit Kieseln, Moos und Pflanzen als Wasserquelle für durstige Insekten und Vögel.

Natürlich möchten gerade Vögel im Winter auch trinken und baden. Daher macht es durchaus Sinn, die Wasserstellen im Winter auch eisfrei zu halten. Ich taue die Wasserstellen bei Frost mehrmals am Tag mit heißem Wasser auf.

Bratpfanne als Trink- und Badeplatz für Vögel – auch bei Frost.

2. Belohnung durch tierische Vielfalt im Garten

Vielfalt im Garten ist mir besonders wichtig. Ich freue mich über jeden Vogel, jedes Insekt, jedes kleine Krabbeltier, das meinen Garten besucht und freiwillig in ihm leben möchte. Bei uns sind Eichelhäher, Amseln, Meisen, Spatzen, Zaunkönig, Buchfink und Rotkehlchen regelmäßige Besucher. Eine Amsel mit Pigmenstörungen kam im Frühjahr einige Zeit, Wacholderdrossel, Stare, Buntspecht, Grünspecht und Silberreiher ließen sich mehrmals sehen.

Zur Stunde der Wintervögel im Januar 2026 – eine Aktion des Nabu – mache ich natürlich mit. Meistens lässt sich die Stunde dann niemand von den Gartentieren sehen. Aber dann wiederhole ich meine Zählung einfach. Man hat ja das ganze Wochenende Zeit🥴

Es gibt in unserem Garten allerdings auch Opfer zu beklagen. Ein Kernbeißer und eine Rotdrossel sind leider unserer Terrassenscheibe zum Opfer gefallen. Daher ziehen wir jetzt bei Sonnenschein immer die Scheibenplissees ganz hoch. Dann spiegelt sich das Grün des Gartens nicht in den Scheiben, sodass die Vögel nicht versuchen, hindurch fliegen zu wollen.

Maikäfer, Moschusbock, Lilienhähnchen, Gartenkreuzspinnen, Grasfrosch, Teichfrosch, Molch, Erdkröte, diverse Libellen und einige Schmetterlinge konnte ich im Sommer beobachten und teilweise auch fotografieren. Glücklicherweise kommt seit einigen Tagen auch wieder ein Eichhörnchen zum Futtern. Über ein Jahr lang hatten wir keins zu Besuch im Garten.

Ein hungriges Eichhörnchen bedient sich der Nüsse im Vogelfutterhaus.

Besonders interessant finde ich den Schlupf der Libellen zu beobachten. Da wir 2 Teiche im Garten haben, konnte ich schon öfter dieses Ereignis erleben. Sie blättern regelrecht ihre Flügel auf und zittern sie trocken. Habe diesen Prozess sogar schon gefilmt.

Der Maikäfer war so schön, dass ich sehr viele Fotos von ihm gemacht habe und sogar unser Nachbar rüber kam, um ebenfalls den Gartenbewohner abzulichten.

3. Naturerlebnisse außerhalb meines Gartens

3.1 Hohes Moor

Ich wollte unbedingt die blauen Moorfrösche sehen und hören. Der richtige Zeitpunkt dafür war in diesem Jahr Ende März. Leider hatte ich andere Dinge vor und habe es wieder nicht geschafft. Aber nächstes Jahr lass ich mir das nicht entgehen. Die erste Exkursion machte ich dieses Jahr im Mai durchs Hohe Moor in Oldendorf mit anschließendem Kuchenbuffet. Das gab’s bisher noch nie.

Hohes Moor in Oldendorf – immer einen Ausflug wert.

Im Sommer durfte ich bei einer Veranstaltung des Nabu einen Naturgarten in Stade kennenlernen. Bei der Veranstaltung wurden die unterschiedlichen Teile des Gartens (Gemüsebeet, Obststräucher, Stein- und Totholzhaufen, Naturwiesen, Teich u.v.m.) erkundet, im Anschluss daran haben wir die darin lebenden Arten bestimmt. Sehr interessant, denn da kam einiges zusammen.

3.2 Aschhorner Moor

Im Aschhorner Moor in Kehdingen war ich schon einige Male zu Besuch. Letztes Jahr hatte ich dort zur Kehdinger Kulturfestwoche meine Bilder im Moorhaus ausgestellt. Es ist dort so traumhaft ruhig, dass ich dorthin immer gerne wieder zurückkehre. Sei es zu Moor-Exkursionen des Nabu, oder einer Fahrt mit der Moorbahn.

Nun wurde ich im Sommer eingeladen, bei einer Veranstaltung der Freiburger Kinderuni dabei zu sein. Der Dozent der Veranstaltung – Jochen K. – zeigt Kindern das Moor und malt mit ihnen mit selbst hergestellter Moortunke. Die Veranstaltung fand aber leider nicht statt. Da wir aber nun schon dort waren, durfte ich die Möglichkeit kennenlernen mit Moortunke zu malen. Eine neue, sehr schöne Erfahrung, ich schrieb darüber folgenden Artikel.

Malen mit aus Moorwasser hergestellter Tinte - hier meine ersten Versuche: einige Pflanzenabdrucke.
Hier meine ersten Pflanzendrucke mit Moortunke.

Bei einer der Expeditionen mit dem Nabu streiften wir durch das Aschhorner Moor und bestimmten Insekten wie Schmetterlinge, Grashüpfer, Käfer, aber auch Vögel. Kaum zu glauben wieviele verschiedene Falter dort zuhause sind. Obwohl alle Welt immer wieder betont, dass es noch vor einigen Jahren ein vielfaches an Insekten gab. Das glaube ich gerne, aber immerhin gibt es überhaupt noch welche, die wir beobachten können. Ich freue mich über jeden, der so lange stillsitzt, bis ich ein Foto von ihm gemacht habe.

3.3 Nächtlicher Lichtfang

Was ist ein Lichtfang? Das habe ich vergangenen Sommer live erlebt. Es ist eine Methode, um nachtaktive Insekten anzulocken. Bei dieser nächtliche Exkursion, werden Nachtfalter beobachtet, bestimmt und fotografiert werden. Durch mein Ehrenamt und die dazugehörige Ökologische Station in Stade erfuhr ich von dieser Veranstaltung und war sehr neugierig darauf. Nachts ist eigentlich nicht meine Zeit um auf Exkursionen zu gehen, aber die Neugier siegt und es hat sich gelohnt. Lest dazu meinen ganzen Bogartikel.

Beim Lichtfang zieht ultraviolettes Licht nachts Insekten an.

3.4 Bootsfahrt Stade

Einen der schönsten Herbsttage verbrachte ich mit meiner Freundin Petra. Wir frühstückten ausgiebig zusammen in Stade. Und weil das Wetter so grandios sonnig war, die Temperaturen spitze, gingen wir noch eine große Runde spazieren. Dabei zog es uns rund um den Burggraben bis zum SUP-Anleger. Spontan mieteten wir uns eins der Tretboote. Tretboot fahren halte ich für eine schonende und risikoarme Art, sich auf dem Wasser zu bewegen. Von dort aus hatten wir einen tollen Einblick in die Natur. So unternahmen wir eine 2-stündige Tour auf dem Stader Burggraben Richtung Schwinge. Vom Wasser aus hat man zwangsläufig eine ganz andere Sicht auf die angrenzenden Grundstücke. Sehr interessant und die Tierwelt ist auch viel besser zu beobachten. Extrem aufpassen muss man allerdings bei Gegenverkehr, denn nicht alle die uns begegneten hatten ihre Wasserfortbewegungsmittel unter Kontrolle. So begegneten uns SUB‘s, die nur wenig manövrierfähig waren. Manche machten auch den Eindruck, als könnten sie nicht einmal schwimmen. Das macht dann sogar eine Tretbotfahrt gefährlich, denn wer will schon einen SUB-Fahrer kentern oder ertrinken sehen…

Entspannung auf dem Tretboot.

3.5 St. Peter-Ording

Natürlich darf in meinem Rückblick auf ein Besuch meines Lieblingsortes nicht fehlen. Die Nordsee ruft mich regelmäßig. So waren wir auch 2025 an unserem Lieblingsstrand, haben sehr lange Spaziergänge gemacht, Lieblingskuchen gegessen und Lieblingssonnenuntergänge bestaunt. Unser Lieblingswort heißt St. Peter-Ording. Der Strand ist rund 12 Kilometer lang und 2 Kilometer breit – je nach Gezeit (Ebbe oder Flut).

SPO – wie wir den Ort nennen – ist natürlich ein touristischer Ort. Aber es gibt durchaus auch Ortsteile, die zum Entspannen einladen. Am Strand in Ording trifft man außerhalb der Hauptsaison nicht unbedingt auf reges Treiben. Oftmals sind wir sogar morgens alleine am Strand. Weit und breit niemand zu sehen. Das liebe ich so sehr! Irgendwann gegen Mittag kommen einem dann schon mal andere Strandbesucher entgegen. Aber die suchen – genau wie wir – auch die Ruhe. So latschen die Menschen dort an der Wasserkante entlang und erholen sich, von was auch immer.

Der Strand von St.-Peter-Ording ist ca. 12 Kilometer lang.

Und die Nordsee ist immer einen Blick wert. So habe ich diesem schönen Sonnenuntergang fotografiert…

Sonnenuntergang an der Nordsee letzten Herbst.

3.6 Weihnachtsmarktbummel Hamburg

Am Nikolaustag, bei einem vorweihnachtlichen Bummel mit Freundin Birgit in Hamburg, wurde ich Zeuge, wie ein fliegender Schwan einen erwachsenen Mann im Sinkflug mit den großen Füßen niedergestreckt hat. Mir war nicht klar, dass so etwas möglich ist. Als der Schwan dann gelandet war, konnte ich die Größe dieses Vogels erst richtig erkennen… wow! Ich schrieb bereits darüber.

Skizze wie ein Schwan im Sinkflug einen Mann k.o. gehen lässt.

4. Umwelt und Naturschutzaktionen

4.1 Müllsammlungen

Mein Jahr 2025 begann mit einem Strandspaziergang bei Sonnenschein, auf dem ich spontan eine Tüte Müll gesammelt. Ich berichtete im Artikel „Frostige Müllsammlung“.

Ergebnisse der Müllsammlung am Strand der Elbe.

Im April veranstaltete Modehaus Stackmann eine Müllsammlung „Buxtehude in neuem Glanz“. Da war ich natürlich dabei. Und es hat sich gelohnt. Die Beteiligten sammelten wirklich extrem viel Müll… hier ein Einblick in meinen Müllsack:

Bei so viel Müll in einer Nebenstraße in Buxtehude kam die Mullsammel-Aktion gerade recht.

4.2 BUND-Projekte

Anfang März startete des BUND-Projekt „Mehr Arten in Garten“. Die Teilnehmenden – ich auch – bekamen die Utensilien wie Saaten, Erde-Sand-Gemisch, Anzuchtpalette, Pikierstäbchen und Töpfe. Das Ziel war, heimische Arten aussähen, untereinander zu tauschen und auf öffentlichen Flächen auszupflanzen.

Der Start des Projektes „Mehr Arten im Garten“

Im Juni fand die erste Tauschbörse dieses Projekts statt. Es machte Spaß zu sehen, was bei den anderen Teilnehmern so aufgegangen war und was auch nicht. Die Erfolge waren sehr unterschiedlich. Bei einigen waren auch nicht ausschließlich die ausgesäten Arten aufgegangen, sonder Beikräuter, die in der Erde geschlummert haben. Aber auch davon waren einige durchaus ansehnlich und es wert, sie weiter zu hegen.

Ende September fand das 2. Treffen/Tauschbörse des Staudennetzwerks des BUND zum Projekt „Mehr Arten im Garten“ auf dem Inselmarkt in Stade statt. Hier kamen nicht nur Aktive dieses Projekts, sondern auch Menschen, die von unseren Themen begeistert waren und sich möglicherweise als Ehrenamtliche einbringen möchten. Das freut uns Aktive sehr, denn Gleichgesinnte sind immer gern gesehen.

Wir Aktive beim Aufbau des Standes auf dem Inselmarkt in Stade.

Im November fand eine Aktion des BUND Stade zusammen mit Mitarbeitern von Viebrockhaus aus Harsefeld statt. Ein Waldrand wurde mit gut 300 Stauden, Büschen und Bäumchen bei Dauerregen in Stade Riensförde bepflanzt. Waldrand ist wichtig. Er bietet Lebensraum und Nahrung für heimische Vögel und Insekten. Die Idee zu dieser Gemeinschaftsaktion hatte ein Azubi von Viebrockhaus. Lest dazu den Artikel des BUND…

Ende November wurde dann zusammen ein Schutzzaun gesetzt, damit Rehe nicht die frischgepflanzten Sträucher abfressen.

Ich liebe mein Ehrenamt beim BUND in Stade. Allerdings könnten es einfach mehr Gleichgesinnte sein, die bei uns mitmachen. Wir haben so viele tolle Ideen, aber leider einfach nicht genug Menschen, die dafür zur Verfügung stehen. Und genau das verstehe ich nicht, denn es gibt mir persönlich so viel, mit den ehrenamtlichen Tätigkeiten die Welt ein klein bisschen besser zu machen. Wer dies liest und ebenfalls das Bedürfnis hat, etwas Sinnvolles zu tun, meldet euch gerne. Wir finden bestimmt eine Möglichkeit, sich bei uns einzubringen. Meldet euch gerne von Montags bis Donnerstags von 14-17 Uhr unter 04141 63333👍

5. andere schöne Erlebnisse

  • Ausstellung in der Galerie Sinnfall in Buchholz zum Thema: Runde Sache
  • Besuch der CuxArt in Cuxhaven
  • Besuch der Kulturellen Landpartie im Wendland

6. Kreative Produktionen

6.1. Holzscheiben mit Gartentieren

Im Sommer starteten wieder die Kundergeburtstage bei der BUND Kreisgruppe in Stade, für die ich die Holzscheiben bemale. Die Kinder bekommen diese als kleines Geschenk bei der Geburtstagsfeier überreicht. Da im August plötzlich 2 Kindergeburtstage kurz hintereinander stattfanden, war ich einigermaßen unter Zeitdruck und hatte 20 Holzscheiben zu bemalen. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Mit Gartentieren bemalte Baumscheiben für ökologische Kindergeburtstage des BUND – Foto Birgit Husmann.

Und weil nach einem Kindergeburtstag immer auch vor einem Kindergeburtstag ist habe ich bereits für Nachschub gesorgt.

Weitere Gartentiere auf Holz.

6.2 Digitale Lernmittel

Dank meiner Fortbildung zur Digital Learning Developerin bin ich in der Lage digitaler Lernmittel zu entwickeln. Diese Fähigkeit nutze ich zur Vermittlung von Kenntnissen für Jedermann um Gartentiere zu unterstützen – hier geht’s zum Artikel und dort Möglichkeit zur Weiterleitung zu Genially.

Die Punktesammlung für ein digitales Frühjahrs-Lernmittel hat begonnen, konnte aber aufgrund von Zeitmangel nicht abgeschlossen werden.

6.3. Bilder meiner Gartentiere

Ich habe intensiv Aquarelle meiner Gartentiere gemalt, die Protagonisten meines digitalen Lernmittels zum Thema „Gartentiere im Winter unterstützen“ und außerdem Thema zweier Ausstellungen waren. 

6.4 Acryl-Pouring

Außerdem habe ich endlich ein vor langer Zeit begonnenes Acyl-Bild einiger Koi aus unserem Gartenteich fertiggestellt. Das Bild stand ewig unfertig rum. Es fiel mir ewig keine endgültige Lösung für den Hintergrund ein – bis ich auf die Idee mit dem Pouring kam.  

Acrylbild als Pouring mit nachträglicher Bemalung mit Kai-Karpfen
Meine Garten-Koi integriert in ein Acryl-Pouring.


Nur im Nachhinein den Hintergrund mit der Pouringtechnik zu ergänzen war ziemlich problematisch. Es ist einiges schiefgegangen. So kam es, dass ich die Fische alle übermalen musste und das Bild im Format 100 x 70 erst kurz vor der nächsten Ausstellung fertig wurde.


6.5 Pflanzendrucke mit Moortunke

Meine Moortunke wurde aus Moorwasser hergestellt. Man kann es auch fertig kaufen, habe ich erfahren. Bisher habe ich allerdings nur die selbsthergestellte zur Herstellung von Pflanzendrucken genutzt. Ich habe Pflanzen aus meinem Garten gepflückt und sie mit Moortunke bestrichen und dann auf ein Aquarellpapier gedrückt. Mit der Menge der Moortunke an den Pflanzenteilen steht und fällt der Abdruck. Probieren geht über studieren…

7. Ausstellungen

7.1. Buxtehude

im Januar plante ich meine erste Ausstellung des Jahres 2026 in der Hospizgruppe in Buxtehude. Ich malte meine Gartentiere in Aquarell, die ich ja ohnehin für mein digitales Lernmittel brauchte. So schlug ich 2 Fliegen mit einer Klappe. Die Gartenvögel, Eichhörnchen, Igel, Käfer, Insekten – alle malte ich nach und nach auf Baumwollpapier und rahmte sie, sodass eine schöne Ausstellung daraus wurde. Leider ging die Vernissage während eines großen Festivals in Buxtehude unter, da meine Besucher große Schwierigkeiten hatten, rechtzeitig zur Eröffnung zu gelangen. Meine Aquarelle wurden dort von April bis August ausgestellt.

Für diese Ausstellung hatte ich sogar Postkarten gestaltet, von denen der Erlös als Spende an die gemeinnützige Einrichtung – die Hospizgruppe – ging.

Die Gartentiere in den Hospizräumen.

7.2 Winsen Luhe

Die zweite Ausstellung fand im August im Luhepark in Winsen statt. Mit zwei Malfreundinnen zusammen stellte ich im Luhepavillon Acryl-Pourings aus. Diese Technik entsteht aus Acrylfarbe, Pouring-Medium, Silikonöl und Phantasie. Die Farben werden gegossen, mit Spachtel oder Folie gezogen oder zum Fließen gebracht. Man weiß nie genau, was am Ende daraus entsteht. Dann trocknet die Farbe und hinterher male ich Motive aus der Natur hinein.

Gerade noch rechtzeitig bekam ich das große Koi-Bild fertig. Aber es hat sich gelohnt, so die Rückmeldung vieler Besucher dieser Ausstellung.

Mehr als 100 Besucher haben unsere Bilder angeschaut, kommentiert, nach Techniken gefragt, Anerkennung ausgedrückt. Wir drei Ausstellerinnen waren rundum zufrieden. Wir profitierten allerdings von nebenher laufenden Veranstaltungen im Luhepark wie Boßelwettkampf und Flohmarkt. Überraschenderweise sind ganz viele Besucher unserer Ausstellung selbst kreativ und malen ebenfalls. Dadurch entsteht meistens ein sehr schöner Austausch… wo hast du das gelernt, besucht du noch Kurse usw. Ich mag diese Gespräche sehr.

Gemeinschaftsausstellung in Winsen.
Malfreundinnen: Maria Ishola, Dorothee Rehaag, Diane Frank

7.3. Garlstorf

Die dritte Ausstellung folgte kurz darauf (Anfang September) zum Kunstfest Garlstorf an der A7. Dort stellte ich eine Auswahl der Gartentiere in Aquarell mit Tipps und Tricks für Jedermann aus. Zusätzlich zeigte ich Pflanzendrucke mit Moortunke, die meine Ausstellung bei den Besuchern interessant machte. Viele Besucher hatten so etwas noch nie gesehen haben. Ehrlicherweise wußte ich bis kurz vorher auch nicht, dass man mit Moortunke so schöne Bilder malen kann. Ich lernte die Moortunke als Malmittel bei einer Veranstaltung der Freiburger Kinderuni von Jochen Kornetzki kennen. Ich berichtet darüber im August…

Die Gartentiere beim Kunstfest in Garlstorf.

8. Erkenntnisse und sonstige Erlebnisse

  • 2 Pullis, 1 Jacke gestrickt – weitere Projekte unvollendet.
  • 7 Paar Socken gestrickt.
  • 1 Tuch und 2 Mützen, 1 Paar Fäustlinge gestrickt
  • 6 Bücher gelesen: „Am Himmel die Flüsse“, „Die Nacht der Bärin“,  „Akikos stilles Glück“, „Wohnverwandtschaften“, „Die Schwarzgeherin“, „Überwintern“. Und vielleicht habe ich mein aktuelles Buch „Überwintern “ ja bis zum Jahresende durchgelesen… allerdings kommt mir das momentan ganz schön viel vor. Hatte ich so viel Zeit? Oder wurde das eine oder andere Buch vielleicht schon vor 2024 gelesen? 🤷🏽‍♀️
Meine gelesenen Bücher, gestrickten Pullis, Mützen und Handschuhe.

2025 war ein Jahr voller unerwarteter Ereignisse, großer eigener Erwartungen, hohen Anforderungen und vielen kleinen Hürden. Daher ist es keine Schande, dass ich nicht alle meine eigenen Anforderungen und Erwartungen erfüllen konnte, aber trotzdem doch so viele, dass meine Zufriedenheit überwiegt. Mehr geht immer – daran arbeite ich unermüdlich 😏

Einige Punkte meiner To-Want-Liste aus dem Herbst konnte ich aufgrund Zeitmangel und Rücksichtnahme auf die Gartentiere oder winterliche Witterung nicht rechtzeitig umsetzten. Daher setze ich einiges daran, im Frühjahr hier anzuknüpfen um meine Ziele zu vollenden.

Anfang Mai habe ich (mit 59 Jahren) meine neue Arbeitsstelle begonnen mit längerem Fahrtweg, was meine freie Zeit wieder minimiert. Ich bin dankbar, dass ich bei meinem Arbeitgeber bleiben darf und so mit dieser sinnstiftenden Tätigkeit meinen Lebensunterhalt verdienen kann.

9. Pläne für 2026

  • Blaue Moorfrösche bei der Paarung beobachten und fotografieren. Das möchte ich schon seit Jahren erleben.
  • Weitere Pouring-Bilder malen
  • Landschaftsaquarelle mit Moortunke malen
  • Digitales Lernmittel zum Frühling veröffentlichen
  • Jeden Tag eine kleine Zeichnung machen (Challenge von Cristoph kommt mir sehr gelegen, denn das übt)
  • Mehr Ehrenamt, denn das macht mich glücklich
  • Meinen Garten noch tierfreundlicher machen
  • Alle Punkte umsetzen, die 2025 auf der Strecke blieben

Das sind schon wieder ordentliche eigene Anforderungen, mit denen ich mich selbst motiviere, nicht aufzugeben.

Zuletzt ein herzliches Dankeschön an Judith Peters von Sympertexter, die zu diesem Rückblick aufgerufen hat. Denn in Gemeinschaft macht alles viel mehr Spaß! So rückwirkend betrachtet zeigt sich doch, dass ich einiges im Jahr 2025 erlebt und umgesetzt habe. So endet mein Jahr mit ein klein bisschen Stolz und großer Freude.

4 Antworten zu „Jahresrückblick 2025 – Kunst und Natur als runde Sache”.

  1. Liebe Diane,

    was für schöner buntbebilderter Blogrückblick mit tollen Tierfotos und gemalten Kunstwerken von dir. Ich finde es immer wieder faszinierend wie phantastisch und detailgetreu deine gezeichneten Tierbilder sind. Von den vier Spatzen, die aus der Bratpfanne trinken, bin ich total begeistert. Ein tolles, sehr naturalistisches Bild! Ein weiteres Highlight sind für mich deine bemalten Baumscheiben – was für eine kreative Idee! Dabei sind dir echte Hingucker gelungen! Mein Favorit aus dieser Baumscheiben-Bilderreihe ist die mit meinem Lieblingsschmetterling, dem Kleinen Fuchs darauf, die zu meiner Teenagerzeit im Sommer noch zuhauf durch Hamburg flogen und mittlerweile leider selten geworden sind.

    Ich wünsche dir ein glückliches und gesundes neues Jahr 2026 mit vielen weiteren tierischen und künstlerischen Projekten und ich freue mich auf weitere spannende Blogthemen aus deinem Leben.

    Herzliche Grüße S.

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    1. Liebe S.
      Danke für dein Lob. Ja von den meisten Tieren die es früher zu Hauf gab, bleiben jetzt nur minimale Populationen übrig. Gerade die Anzahl der Insekten hat so abgenommen… das haben die Experten bei der Lichtfang-Exkursion ganz deutlich gesagt. Früher wäre die Lichtsäule vollständig mit Nachtfaltern bedeckt gewesen. Aber wie sollen wir das jetzt noch aufhalten?
      Meine Lieblingsbaumscheibe ist die kleine Blaumeise. Ich mache das so gern! Mal schauen, was das Jahr so bringt…

      Ich wünsche dir ein gesundes und glückliches neues Jahr. Bin gespannt auf deine neuen Themen dieses Jahres. Wie würde dein Jahresrückblick wohl aussehen?
      Herzliche Grüße
      Diane

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  2. Liebe Diane,

    Was für eine tolles Jahr 2025 – Wow! Die Bilder aus deinem Garten! Die Bilder von den Tieren! Ich hätte auch gern so einen Garten 😍.

    Und deine Zeichnungen sind auch richtig schön 😊

    Liebe Grüße,

    Svenja

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    1. Vielen Dank liebe Svenja

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