dann ist die Schweinerei groß! Und wenn es der GELBE SACK ist, dann sind die Folgen nicht nur unschön, sondern auch für Natur und Tiere lebensbedrohlich. Leider passiert es bei norddeutschen Sturmböen immer wieder, dass die labberigen gelben Säcke nicht das zusammenhalten, was ihre Aufgabe wäre…
So geschah es in Stade an der B73 – einer 4-spurigen Straße – dass der Plastikabfall sich auf eine Länge von 350 bis 400 Metern an einer Böschung verteilte. Teilweise blieben die Folien, Verpackungen und sonstigen Plastikabfälle in den dornigen Büschen hängen. An einer vielbefahrenen Straße ist es aber gar nicht so leicht, den Müll wieder einzusammeln, zumal die Böschung teilweise steil anstieg und vom Regen noch aufgeweicht war.
Über eine Woche nach der Abfuhr der gelben Säcke hingen dort also immer noch viele bunte Müllreste in den Grünanpflanzungen und warteten darauf von jemandem eingesammelt zu werden. Außer mir fühlte sich aber niemand verpflichtet. Vielleicht hat’s auch sonst niemanden gestört? Wer weiß?? Heute Morgen vor der Arbeit bewaffnete ich mich mit meiner Müllsammelzange und einem neuen gelben Sack. Einfach war das nicht, denn die Folien hatten sich ziemlich fest in den Dornen der Sträucher verfangen. Es kostete mich einige Mühe, die Folienreste zu lösen.

Heutige Ausbeute
Zuhause wurde dann sortiert. Außer Lebensmittelverpackungen, Zigarettenschachteln, Getränkedosen und -flaschen sammelte ich eine Abdeckung einer Anhängerkupplung, Werbespielzeug eines nahe gelegenen Elektromarktes, diverse Verpackungsfolien von Elektroteilen und natürlich Styroporteile.

Natürlich dürfen Glasflaschen nicht fehlen. Sogar eine Pfandflasche, viele Glasscherben und diverse Kippen, die wie sollte es anders sein, aus den fahrenden Autos geworfen wurden. Denn einen Fußweg gibt es dort nicht. Der führt hinter der Lärmschutzwand einige Meter hinter dem Wall längs. Also bleibt nur diese abartige Entsorgung der rauchenden Autofahrer. Geht’s echt noch?

Übrig bleibt der Restmüll mit seinen Papier-Einwegverpackungen, Böllern, Dokumenten, Kassenbons und einem Bingoschein. Ich habe mir verkniffen zu schauen, ob vielleicht noch ein Gewinn drauf ist.

Ganz bin ich leider nicht fertig geworden, denn die Arbeit rief und ich bin gar nicht gerne unpünktlich.
Das war sicher nicht mein letzter Einsatz in dieser Sache!


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