Von Hühnergöttern und Treibhölzern

Spazierengehen ist eine schöne Freizeitbeschäftigung und trägt in der richtigen Umgebung zu Wohlbefinden und Entspannung bei. Auch ohne Hilfsmittel wird dabei körperliche Fitness aufgebaut frei nach dem Motto „Jeder Schritt macht fit“! Mein schönster Nebeneffekt dabei ist das SUCHEN und FINDEN

Ein Stein mit Loch

Daher entspanne ich mich besonders gerne auf meinen Spaziergängen durch die Natur. Regelmäßig streife ich am Wasser entlang oder durch den Wald. Dabei lassen sich mit offenen Augen tolle Sachen finden. Am Wasser kreuzen meinen Weg eigentlich immer wieder interessante Steine, von den Wellen rundgeschliffen, manche mit Löchern, von den Gezeiten ausgespült. Diese besonderen Steine nennt man in Norddeutschland „Hühnergötter“. In anderen Teilen Deutschlands sind sie nicht so bekannt, habe ich gehört. Aber im Norden gelten sie als Glücksbringer.

Daher sammle ich sie auf und ziehe sie zu Hause auf ein Band oder lege sie im Garten an den Teich oder in ein Beet. Wir haben ganze Sammlungen von diesen Steinen und freuen uns über jeden einzelnen zumal es auch Steine mit mehreren natürlichen Löchern gibt.

Hühnergötter auf ein Band aufgezogen.
Manche Steine haben sogar mehrere natürliche Löcher.

Aber nicht nur Steine liegen auf meinen Wegen, sondern auch Hölzer. Manchmal sogar richtig große und schwere Latten oder Balken. Je nachdem wie groß und schwer das Fundstück ist, sammle ich auch dieses auf. Ursprünglich wollte ich etwas für unseren Garten daraus bauen. Aber da die Stücke niemals gleich groß oder lang sind, ist mir das zu kompliziert.

Schwimmendes Holz

Daher hatte ich die Idee , die Hölzer erst einmal zu trocknen und dann ein Bild darauf zu malen. Bei meiner Suche beschränke ich mich auch eher auf Hölzer mit zumindest einer eher glatten Fläche. Runde Hölzer eignen sich eher nicht dafür. So male ich auf meine gefundenen Treibhölzer möglichst den Ort, an dem ich sie gefunden habe, oder zumindest ein ähnliches aber passendes Motiv.

Mein zuletzt bemaltes Treibholz habe ich in Bassenfleth an der Elbe gefunden. Dicht an der Spundwand aus Metall zum ehemaligen Kernkraftwerk lag es direkt am Strand. Es war irgendwann einmal knallrot. Reste von der Farbe sind noch gut sichtbar. Und da die Farbe Rot eine Warnfarbe ist, musste ich einfach auch diesen besonderen Ort auf dieses Holz malen. Für mich warnt das Motiv auf dem roten Holz vor einer Gefahr … (Kernkraft, Wasserkraft – Strömungen) nun kann sich auch jeder selbst darüber Gedanken machen und mir seine Ideen gerne schreiben.

Vom Treibholz zum Kunstwerk

Elb-Treibholz bemalt mit dem Fundort: Möwen auf der Spundwand

Augen auf in der Natur. Es lohnt sich!

Weitere Artikel zu meinen Fundstücken und der Sinnhaftigkeit:

8 Antworten zu „Von Hühnergöttern und Treibhölzern”.

  1. Wo ist mein langer Kommentar geblieben? Na, toll … also wieder von vorn.

    Ich habe vor Jahren auch mal einen Blogeintrag zu Hühnergöttern verfasst und finde die Geschichten, die sich um diese Lochsteine drehen, superinteressant.

    Mein Bruder trug als Teenager jahrelang einen kleinen Hühnergott als Glücksbringer an einem Lederband um den Hals, den er damals von einem Kumpel geschenkt bekommen hatte – den Hühnergott natürlich, nicht den Hals. Das war sein eigener. 😉

    Ich selbst bin auch so eine Strandsammlerin und habe bei Strandspaziergängen deswegen immer eine kleine Tüte für meine meist noch feuchten gesammelten Schätze in der Tasche. Ich liebe dieses Sammeln von Hühnergöttern, Muscheln, Seeglas und anderen Steinen, die mir aus irgendwelchen Gründen gefallen. Zu Hause werden diese Seeschätze dann gesäubert, getrocknet und in Gläsern aufbewahrt, die ich mir immer mal wieder vornehme und anschaue, weil sie mich an die schönen Stunden am Meer erinnern, wenn ich gerade nicht dort sein kann.

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    1. Da haben wir schon wieder eine gemeinsame Leidenschaft😉
      Ich habe immer etwas größere Tüten und Beutel dabei, damit auch meine Hölzer Platz finden. Meine besonderen Fundstücke sammle ich ebenfalls in Gläsern. So ein Lederband mit Hühnergott habe ich übrigens auch – für‘s Handgelenk. Aber mich stört das zu sehr. Deinen Artikel dazu möchte ich lesen. Begebe mich gleich mal auf die Suche in deinem Archiv😏. Noch ein schönes Restweihnachtsfest für dich🌲🤶🏼

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      1. Ja, schon wieder eine. Vielleicht sind wie Schwestern und wissen es nur nicht?! 😉

        Es waren sogar drei Blogeinträge zu Hühnergöttern. Guckst du hier:

        https://verbalkanone.wordpress.com/?s=h%C3%BChnergott

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      2. Wer weiß?! Danke für den Link😘

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      3. Na klar, sehr gern geschehen! Ich drück dich.

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  2. Ich habe auch mal Steine gesammelt. Nicht nur die mit dem Loch. 🙂 Wie es schient, wohnst du ja gar nicht weit entfernt. Warst Du schon mal auf Krautsand?
    LG Susanne

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    1. Ja Krautsand kenne ich auch. Habe aber noch kein Treibholz und keinen Hühnergott dort gefunden😏

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      1. Da wird aber auch allerhand an Land gespült. Früher war Krautsand schöner, als es nur den kleinen Imbisswagen gab und da nur die kleine privaten Häuschen standen. Jetzt ist da viel zu viel Schickimicki. Die alte entspannte Atmosphäre ist leider verschwunden.

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