Lieblingsorte sind dazu da, sie möglichst oft aufzusuchen – wenn auch nur ganz kurz. Aber immer beschert ein besonderer Ort Wohlbefinden, Freude und Ausgeglichenheit.
Natur erleben und Spaß haben
So geht es mir jedenfalls an der Nordsee. Wenn ich nach Eiderstedt fahre, ist schon die Vorfreude so besonders, dass Nebensächlichkeiten wie Wetter und Straßenverkehr keine Rolle mehr spielen. Ich freue mich einfach nur, mal wieder am Spülsaum der Nordsee entlang zu latschen und die kleinen Strandläufer (winzige Vögel, die hektisch zwischen den ankommenden Wellen nach Futter suchen) zu beobachten.
Natürlich schaue ich auch sehr gerne den Kite-Surfern zu. Wie gerne hätte ich das auch probiert. Aber das nasse Element ist eigentlich gar nicht meins. Von außen zuschauen – ja! Aber bis zum Hals drinstecken – oh no! Und es sieht immer so einfach aus, bei denen, die es schon beherrschen. Aber es im fortgeschrittenen Alter lernen – ich weiß nicht recht. Ich schaue lieber weiter zu.
Nie ohne mein Equipment

Erleben kann man auch an Land genug … besonders, wenn man zwei offene Augen für das hat, was so am Strand rumliegt. Und es liegt immer etwas herum.
Die eine oder andere besonders schöne Muschel oder sogar mal ein kleiner Bernstein wird dann schnell aufgesammelt. Aber nicht alles, was rumliegt macht Freude. Oft liegt Plastikmüll am Stand, der Tieren zum Verhängnis wird, von ihnen gefressen wird oder sie sich darin verheddern. Das geht meistens nicht gut aus. Daher gehe ich nicht ohne mit meinem Müll-Sammel-Equipment spazieren. Das besteht auf einer kleinen Zange und einem alten Stoffbeutel, in den ich den Müll dann einstecke und am nächsten Mülleiner entsorge. So konnte ich auch auf diesem Spaziergang das aufsammeln, was nicht in die Natur gehört.
Mein Beutel war nach 2 Stunden voll mit Plastikverpackungen von Schokoriegeln, Plastikbänder in den unterschiedlichsten Farben, Stücke von Fischernetzen, volle Packung mit Papiertaschentüchern, Plastikflaschen, Glasscherben, Luftballons und unendlich vielen zerfetzten Folienstücken.


Manch einer der anderen Nordseebesucher schaut etwas irritiert, wenn ich mit meiner Müllsammelzange am Strand unterwegs bin. Letztendlich darf aber jeder für sich entscheiden, ob er beschämt dreinschauen möchte oder selbst zum Müllsammler wird. Ich habe mich jedenfalls entschieden, nicht länger zuzuschauen.

Es gibt einen wunderschönen Pfad durch die Dünen, den ich mal wieder gegangen bin. Er ist zu Anfang richtig breit, an den Seiten mit Wildrosen gesäumt, meisten in rosa, einzelne aber auch in weiß, was ich besonders schön finde. Dann steigt der Weg ein bisschen an und wird immer schmaler bis er letztendlich an einem Dünenhügel am großen Parkplatz in Ording endet. Der Ausblick ist – wie ich finde – wunderschön.

Nach solch einem anstrengenden Strandeinsatz brauche auch ich eine kleine Erholungsphase. Gerne bei einem leckeren Stück Kuchen. Wie schön, dass mein persönliches Lieblingscafé ganz in der Nähe ist. Jup‘s Friesencafé hat die größten Stücke, die ich kenne und dazu noch richtig lecker. Das hat in meiner Familie zu der Messeinheit „ein St. Peter-Stück“ (Riesengroß!!) geführt. Die Auswahl an Kuchen und Torten ist grandios. Dazu eine „Tote Tante“ und ich kann zu Bett 😊
Weiteres Highlight
Dabei gibt es noch so viel zu sehen. Die Strandsegler machen sich bereit und befahren den weiten Strand Richtung Bad. Zu schön zu sehen, wie sie über den Strand flitzen. Dabei werden sie allerdings ganz schön schmutzig. Denn der Strand ist nicht überall trocken. Und wenn sie mit hoher Geschwindigkeit durch die Pfützen rasen spritzt es nach allen Seiten. Aber für Beobachtende ist das völlig ungefährlich, macht auch Lust auf mehr.

Wenn man nach Westerhever rüberschaut, fällt auf, dass der Leuchtturm irgendwie anders aussieht. Das obere Stück fehlt. Auf Nachfragen hin habe ich erfahren, dass der Leuchtturm restauriert wird. Also hat man das obere Stück entfernt um was auch immer daran zu verbessern. Daher der ungewohnte Anblick. Schön, dass man die Sehenswürdigkeit erhalten wird. Es würde etwas Entscheidendes fehlen am Strand von St. Peter-Ording, wenn er nicht mehr dastände.



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