Es geht um die Technik des Linolschnittes. Wer das schon ausprobiert hat, weiß, wovon ich rede. Hier muss man jeden Schnitzer gut überdenken. Denn was einmal weggeschnitten ist, das kann nicht wieder eingefügt werden.
Kennengelernt habe ich diese Technik damals in der Schule. Das war Ende der 70er in der Kunststunde. Ist schon zig Jahre her, aber in den letzten Jahren habe ich mich oft daran erinnert. Vielleicht auch deshalb, weil mein Vater eines meiner Linoldrucke in seinem Büro hängen hat. Damals habe ich ein Motiv mit Tutanchamun geschnitten. Keine Ahnung wie ich damals zu diesem Motiv kam. Wahrscheinlich hatten wir in Geschichte gerade die Pyramiden in der Schule. Und faszinierend fand ich diese Mysten schon immer. Die Gräber der Herrscher und deren Gefährtinnen samt deren Schätzen, die schon damals mit Falltüren und geheimen Gängen vor Plünderung geschützt werden mussten.

Und wie hier schön zu sehen ist, haben meine Pauker und ich nicht darüber nachgedacht, dass Schriften spiegelverkehrt geplant werden müssen. Daher vor dem Schneiden lieber in den Spiegel halten und kontrollieren, ob die Schrift tatsächlich lesbar ist.
Nun habe ich diese Technik praktisch für mich wieder ausgegraben und eine weitere Platte geschnitten. Diesmal mit Motiven aus dem Meer. Spaß macht es und ich kann beliebig viele Drucke davon manchen. Habe versucht mit Farbverläufen zu arbeiten. Hier mit mäßigem Erfolg.





Aber Übung macht den Meister. Und so schnitze ich weiter auf meinen Linolplatten herum und versuche mich mit der Zeit zu verbessern. Aufpassen muss ich mit den scharfen Schneidewerkzeugen. Ich rutsche verdammt gerne ab und fast wie beim Sparschäler in der Küche … sind meine Finger immer gefährdet, denn die Schneider sind verdammt scharf.




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