Gestern war Pfingstsamstag. Ich war mit meiner Freundin S. zum Frühstück in der „Waldhuuske“ im Rosengarten. Das Lokal wird von einem holländischen Paar geführt und die Speisen dort sind sehr typisch für holländische Essgewohnheiten. Es gibt viele süße Leckereien wie Lemon Curd, Schokoaufstrich, Zimtbutter und ganz viele bunte Zuckerstreusel. So etwas kennen wir Deutschen nur von Weihnachtsplätzchen.
Aber die Zimtbutter auf einem Croissant ist wirklich lecker! Kann man mal essen. Aber es gibt auch leckere selbstgefertigte Aufstriche und Rührei, Marmelade und Früchte. Wir waren jedenfalls sehr satt nach diesem Frühstück. Deshalb liegt der Wunsch nach Bewegung auf der Hand.
Verdauungsspaziergang
S. und ich sind dann losmarschiert. Einmal durch den Rosengarten oder zumindest einen der Rundwege entlang, die es dort gibt. Die Beschilderung der Wege haben wir leider nicht gefunden. Nur ein paar Schilder, die als „Pferdeweg“ ausgewiesen wurden. Also sind wir erstmal diesem Weg gefolgt. Durch schöne Waldlichtungen, an wunderbaren, zarten Blütenteppichen vorbei.


Wir konnten einen Buntspecht beobachten und haben merkwürdige, tellerartige Pilze an Bäumen gesehen. Außerdem hatte dieser Baum mit den komischen Pilzen auch sehr gleichmäßig gebohrte Löcher. Ich bin nicht sicher, ob die von einem der Buntspechte stammen können. Welcher Vogel macht so viele Probelöcher in einen Baumstamm um dann doch woanders einzuziehen?


An einer Straße mit Parkplatz finden wir eine Tafel mit Karte. Demnach befinden wir uns im Buchenwald in Rosengarten. Aber wir erlangen leider keine Übersicht über die Routen. Die Beschilderung der Wege ist wirklich bescheiden. Schade, denn das Mobilnetz ist sehr mager, sodass wir nicht mit unseren Mobiltelefonen navigieren können. So kämpfen wir uns weiter durch den Wald und landen im Dickicht.
Wie soll ich da nichts tun?
So quer-feld-ein wollten wir eigentlich gar nicht, aber die Geräusche einer Straße leiten uns zurück auf einen begehbaren Weg. Leider direkt an der Straße entlang. Mitten im Wald sind wir auf einen zerbrochenen Plastikeimer gestoßen. Dieser muss schon länger dort gelegen haben. Ich sammle ihn ein. Natürlich finden wir noch mehr Plastik und Folien und Abfall. Schon ist klar, dass an dieser Straße noch viel mehr Müll aus vorbeifahrenden Autos geworfen wird. Wir sammeln mehrere Zigarettenschachteln, weiß lackierte Autoteile (von Zierleisten oder Spoilern) Bonbonfolie, Süßigkeitentüten, Kabel, Würstchenverpackungen und Glasflaschen auf.
Leute, muss das wirklich sein?
Allerdings stoßen wir am Wegesrand auch auf den knallroten Feuerkäfer, der an einer Springkrautpflanze rumkrabbelt (Foto im Beitragsbild).
Neben fehlender Beschilderung der Waldwege, könnte ich auch fehlende Mülleimer erwähnen. Denn als wir am Parkplatz beim dem Lokal ankamen, hatten wir keine Möglichkeit, unseren Müll zu entsorgen. Erst auf unserem Nachhauseweg machten wir Halt an einem Mülleimer und wurden unseren Abfall los.
Warum latsche ich nicht einfach vorbei, wenn irgendwo Müll liegt? Es stört mich einfach. Mit dem Thema Plastikmüll ist so viel Negatives verbunden, dass ich nicht mehr daran vorbei schauen kann. Die Auswirkungen für die Tierwelt machen mich einfach traurig. Daher freue ich mich über jeden, dem es ähnlich geht, wie mir. Sammelt bitte auf, was dort nicht hingehört. Danke!

Fazit
Ich gehe dort natürlich gerne wieder frühstücken und spazieren. Aber ich werde mir eine analoge Übersichtskarte mitnehmen, damit ich meine Runde besser gestalten kann😉 und einen noch größeren Müllbeutel.


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