Diese Frage stelle ich mir ab und zu. Bleibt vielleicht sogar etwas übrig von mir? So etwas wie ein Vermächtnis? Nachfahren habe ich keine. Also wozu ein Vermächtnis? Es wird auch niemand fragen „Wer oder wie war Diane“? Aber eigentlich ist das auch nicht wichtig. Ich habe mir vorgenommen, die mir verbleibende Zeit bestmöglich zu nutzen, um Kleinigkeiten etwas besser zu machen, als sie jetzt sind.
Natürlich würde ich am liebsten die Welt retten. Ich bin ein Kind der 60er und habe viele schöne Erlebnisse in der Natur gehabt. Sicher hat die Natur nicht für alle Menschen den selben Stellenwert. Allerdings würde ich bei den Menschen, die Kinder in die Welt setzten, davon ausgehen, dass sie am Erhalt einer gesunden Natur ein gewisses Interesse haben. Wäre doch klasse, wenn die nächsten Generationen ebenfalls diese Artenvielfalt und Vegetation erleben könnten. Mein Plan sieht folgendermaßen aus:
Bewusstsein schärfen durch Müll sammeln
Mich hat schon immer gewundert, dass Müll einfach auf die Straße geworfen wird oder in die Natur. Mir wurde im Kindesalter beigebracht, dass Müll in den Mülleimer gehört. Dass jemand seine Verpackung von Schokoriegeln, Flaschen , Kippen oder ganze Zigarettenschachteln einfach aus dem Autofenster schmeißt, habe ich nicht erlebt, obwohl mein Vater Raucher war. Da hätte es bei uns zuhause aber Ärger gegeben.
Was heute so einfach kurzerhand in der Natur entsorgt wird, ärgert mich maßlos. Mir ist es ein Rätsel, wie jemand auf die Idee kommt, nach einem Besuch im Fastfoodrestaurant die Verpackung aus dem Autofenster zu schmeißen. Und das ist leider kein Einzelfall. Ich versuche mir vorzustellen, wie es bei denen zuhause wohl aussieht. Aber natürlich könnte es auch sein, dass die Menschen den Müll irgendwo hinschmeißen, weil auf der Straße ja nicht ihr Zuhause ist. Und sie fahren ja weiter, müssen also nicht neben ihrem Müllberg sitzen.
Schon absurd dieses Verhalten. Aber vielleicht besteht ja die Möglichkeit, dass diesen Menschen das nötige Wissen fehlt. Und dass es Lösungen wie Mülleimer gibt. Nicht jedes menschliche Gehirn arbeitet gerne und ständig. Also gehe ich davon aus, dass es meistens keine böse Absicht ist, sondern unbewusst geschieht. Das macht die Sache an sich zwar nicht besser, aber daran kann jeder arbeiten.
Ich sammle also beim Spazierengehen Müll auf, damit er nicht in der Gegend rumfliegt und Tieren zur tödlichen Falle wird. Dieses Verhalten empfehle ich jedem, dem es ähnlich geht, wie mir. Denn es verschafft mir ein positives Glücksgefühl, etwas wirklich sinnvolles getan zu haben.

Tierschutz
Die Natur kann sich in vielen Dingen selbst helfen. Aber vom weggeworfenen Müll befreien leider nicht. Besonders Plastikmüll löst sich nicht einfach auf, sondern wird durch Sonne und ggf. Salzwasser in immer kleinere Teile zersetzt und wird so zum sogenannten Mikroplastik. Das wird in der ganzen Welt zum Megaproblem. Denn in der Natur richtet es immensen Schaden an.
Für Tiere ist das ein lebensbedrohendes Problem. Tiere halten Plastikteile für Nahrung oder verfangen sich darin und krepieren dann elendig. Bei der Erfindung von Plastik konnte wahrscheinlich niemand damit rechnen, dass dieses Zeug zum weltweiten Problem wird. Die Entsorgung muss über den Wiederverwertungskreislauf erfolgen, damit Umweltschäden vermieden werden. Für uns Menschen heißt das, dass wir Plastik korrekt entsorgen sollten, also im „Gelben Sack“ oder ggf. auch im Restmüll – je nach Art des Plastiks. Hinweise zur korrekten Entsorgung gibt auch die Verbrfaucherzentrale oder die Homepage des NABU.
Werden Verpackungen einfach in die Gegend geschmissen, wehen sie durch die Natur, landen in Flüssen und geraten so ins Meer. Hier werden die Plastikteile zur weiteren Bedrohung für Tiere. Denn auch hier im Wasser wird das Plastik für Nahrung gehalten oder Tiere verfangen sich darin.
In Untersuchungen wurde festgestellt, dass verendete Tiere große Mengen des unverdaulichen Plastiks im Magen hatten. Ich beschäftige mich schon länger mit diesem Problem. Mich macht es traurig, wenn ich an schönen Orten, wie am Wasser oder im Wald Müll liegen sehe. Daher sammle ich Müll, wann immer es sich anbietet. Eine Sammelzange habe ich mir extra angeschafft, damit ich nicht jeden Dreck mit der Hand anfassen muss. Klappt super und war nicht nicht teuer.

Malen aus Wertschätzung
Ich habe schon immer gerne Fotos von der Natur gemacht. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, nach diesen Fotos zu malen. Ich mag Farben und Motive aus der Natur, denn ich sammle regelmäßig Treibhölzer am Wasser und bemale diese dann. Aber ich sammle auch gleichzeitig Müll auf, der für Tiere lebensbedrohlich werden kann (Taue, Netzte, Plastik, Styropor, Glasflaschen). Das hat dazu geführt, dass ich mich fragte, wie der viele Müll an den Strand gelangt. Hierzu gibt es auch sehr viele informative Videos. Folgendes Video vom WDR ist kurz und sehr einleuchtend. Aber es gibt unzählige weitere gute Informationen auf YouTube.
Meine Lieblingsmotive sind Bilder vom Wasser, der Natur oder mit Tieren:
Aber wenn das menschliche Verhalten sich nicht ändert, sieht es für viele Tiere und Pflanzen bald sehr ernst aus. Ich fände es sehr schade, wenn kommende Generationen um diese Vielfalt beraubt würden.
Mein persönlicher Beitrag ist, die Schönheit der Natur auf meinen Bildern und Hölzern festzuhalten.


Wissen verbreiten
Sicher kann jeder Mensch sein Wissen in Gesprächen mit anderen Menschen weitergeben. Das machen wir ja praktisch in jeder Unterhaltung. Jeder Austausch trägt zur Wissenserweiterung bei, solange das Thema etwas wissenswertes hergibt. Aber es gibt auch massenhaft neue Methoden, die sehr geeignet sind, um sein Wissen zu erweitern. Und zwar wann jeder mag, Zeit hat und zum Thema seiner Wahl.
Ich finde es großartig, wieviele Möglichkeiten es inzwischen gibt. Ich nutze ständig und gerne digitale Möglichkeiten über Plattformen wie Udemy, Domestika, YouTube, Mediatheken der Fernsehsender und viele mehr. Gerade wenn ich nach Wissenserweiterung strebe oder Umweltthemen suche gibt es dort viele hilfreiche Videos.
Ich selbst entwickle kleine Lerningnuggets in denen ich auf Natur- und Artenschutzprobleme hinweise. Menschen sind in der Lage durch Wissen und entsprechende Handlungen Probleme zu beheben. Nach einer Fortbildung habe ich gelernt, Lernziele exakt umzusetzen. Dieses nutze ich, um auf interessante Weise, verständlich und mit Freude Wissen zu vermitteln. Was Spaß macht, lässt sich leichter lernen und bleibt besser haften.
Folgendes kleines Video habe ich selbst mit Canva entwickelt. Ich glaube, dass Aufklärung zur Problemlösung beiträgt.

Mit diesem Artikel folge ich der Aufforderung und Idee von Judith Peters, bei #BlogYourPurpose mitzumachen.


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