Heute ist der 1. Mai, sonniges Wetter, milde Temperaturen um 17 ° und viele Menschen haben frei. Manche kommen früher aus den Federn, manche später. Aber viele zieht es nach draußen in die Natur, an den Strand und so weiter … wenn da nicht dieses Problem wäre.

Mein Plan für heute, an den Strand zum Müll sammeln. Die meisten Menschen gehen an den Strand, um spazieren zu gehen – mit oder ohne Hund oder um sich dort mit der Familie oder Freunden einen schönen Tag zu machen. Leider wird allzu oft vergessen, den mitgebrachten Müll wieder einzusammeln. Man muss ihn nicht mit nach Hause nehmen, das auf keinen Fall. Es stehen überall große Mülltonnen bereit. Beim Parkplatz, auf dem Weg zum Parkplatz, direkt am Strand stehen sogar richtig große Container. Die Menschen brauchen also wirklich nur noch ihr Zeugs dort hinein zu werfen. Sollte für jeden zu schaffen sein.

Ich wollte nicht den ganzen Tag dort verbringen, habe nur meine Müllsammelzange und einen alten Beutel mitgenommen. Die Müllzange habe ich mir extra zugelegt, damit ich den Müll nicht auch noch direkt anfassen muss oder ständig mit Handschuhen unterwegs bin.
Was da alles liegt
Schon auf dem Parkplatz sammle ich unzählige Kippen ein. Die Dinger enthalten Mikroplastik (wenn mit Filter) und reichlich Restgift. Dieses gelangt, ob wir wollen oder nicht, in die Nahrungskette und ins Trinkwasser. Damit habe ich mich umfassend beschäftigt. Auf den Seiten von Umwelt- und Naturschutzverbänden gibt es dazu reichlich Informationen und interessante Videos. Also sammle ich die Dinger ein. Denn viele Tiere sind nicht so schlau und halten die Kippen für Nahrung. Tiere fressen Tiere und Menschen ernähren sich ebenfalls von Tieren. Schon ist das Rad rund.
Aber nicht nur die Kippen sind das Problem, welches unsere Natur belastet. Überall liegt Plastik. Oftmals gar nicht so auffällig große Teile. Ich war am Strand schon fast der Ansicht, meine Mühe würde sich gar nicht lohnen. Aber wenn man genau schaut, liegt dort doch noch genug. Durchsichtige VERPACKUNGSFOLIE, STYROPORBRÖSEL und PLASTIKBÄNDER. Und natürlich wieder KIPPEN. Außerdem noch GLASSCHERBEN, eine PFANDFLASCHE, eine riesige SCHUHSOHLE, ZIGARETTENSCHACHTELN. Dabei waren die Folienteile oftmals schon eher Fetzen, von Wasser und Sonnenlicht ausgefranst – sozusagen im Zerfallstadium.
Natürlich habe ich auch umweltmäßig unbedenkliche Hundehaufen, die nicht vom Halter:in eingesackt wurde und eine Karotte – noch schön knackig und Petersilienbüschel gefunden. Diese Teile habe ich nicht eingesammelt. Meine Zuständigkeit sehe ich in den bedenklichen Teilen.

Es waren auf meinem Rückweg schon ganz schön viel Menschen am Strand. Manche haben mich interessiert angeschaut, einige grüßten auch freundlich, andere haben weggeschaut, aber niemand hat nachgefragt. Ich könnte jetzt ein schlechtes Gewissen in dieses Wegschauen interpretieren, aber ich kann’s auch lassen. Vielleicht denken manche Menschen auch einfach gar nichts. Der Müll ist direkt in einen der Mülleimer vorm Deich gelandet.
Warum mache ich das?
Die Aktion hat richtig Spaß gemacht! Ich fühle mich gut dabei und dieser kleine Teil der Welt ist ersteinmal etwas sauberer. Und wer weiß, vielleicht habe ich ja doch den einen oder anderen Menschen dazu angestiftet erst gar nichts hinzuschmeißen oder auch Müll aufzusammeln. Das würde mich beides natürlich richtig freuen.
Wünsche all meinen Lesern einen schönen Feiertag!

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