Beim Autofahren schweift mein Blick gelegentlich zur Seite. Heute kamen mir zwei riesige Vögel ins Visier. Die sehe ich hier echt selten.

Zwei Kraniche suchen auf einem Stoppelfeld in Buchholz nach Futter. Ich fahre rechts ran, um mir die Zwei anzusehen. Meine Kamera habe ich nicht dabei, nur mein iPhone. Ich zoome die zwei ran, aber aus Erfahrung weiß ich, dass ich es nicht wirklich scharf kriege auf die Entfernung.
Dichter ran!
Ich versuche weiter ranzugehen. Sie hören mich, weil ich durch getrocknetes Laub latsche. Sie schreien mich laut an. Ich bleibe stehen. Die Schreie sind richtig laut und unmissverständlich. Ich möchte noch dichter ran, weil ich schöne Fotos möchte. Ich gehe langsam weiter, versuche aus diesem verräterischen Laub herauszukommen.
Flucht
Bei meinen nächsten Schritten raschelt es wieder. Die Zwei haben genug von meiner Störung. Sie fliegen davon. Ich filme sie noch, aber nun sind sie noch weiter entfernt. Ich steige wieder in mein Auto und setzte meinen Weg fort.
2. Chance
Auf dem Rückweg hatte ich die Kraniche schon wieder vergessen. Und ich fahre wieder an der Stelle vorbei. Sie stehen wieder auf dem Feld und picken in der Erde und fressen. Ich drehe wieder um, stelle mein Auto ab und bin ganz leise.
Ich bin noch dichter dran, als vorhin. Ich beobachte sie eine Weile, versuche einigermaßen gute Fotos zu machen. Sie lassen sich nicht von mir stören, schreien mich auch nicht mehr an. Ich rufe sie und hoffe noch einmal den Schrei zu hören. Aber vergebens. Sie wissen wohl, dass ich ihnen nicht gefährlich werde.

Sie sind wunderschön und riesig. Ich freue mich noch die ganze Heimfahrt, dass ich dieses Erlebnis hatte.

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