
Ich fahre am liebsten an die Nordsee, wenn die Besucher am Strand von der Zahl überschaubar sind und die Weite des Strandes mich umhaut, die Wellen richtig laute Geräusche machen und die Gesichtshaut sich anfühlt, als hätte ich mich gerade mit einem Peeling verwöhnt…
So etwas erlebte ich im Winter am Strand von St. Peter-Ording, wo ich gefühlt fast alleine bin. Natürlich gibt es immer einige Menschen, denen es ähnlich geht, denn wirklich alleine war ich dort natürlich noch nicht sehr oft. Denn es gibt auch Winterliebhaber, die das raue Klima zu schätzen wissen.
Normalerweise besteht die Chance auf dieses Erlebnis von November bis Februar. Ich hatte allerdings vor ein paar Jahren auch noch Ende März das Vergnügen, im Schneesturm anzureisen. Am Strand lagen die dicken Eisbrocken und die Kapuze konnte ich mir gar nicht weit genug über den Kopf ziehen. Aber das Erlebnis ist einzigartig. Obwohl ich im Prinzip den Winter gar nicht richtig mag, finde ich es an der Nordsee richtig schön.
Wenn ich dann noch in einem Hotel übernachte, das einen Wellnessbereich oder auch nur eine Sauna bzw. Dampfbad hat, bin ich einfach nur im Paradies. Diese Kombination ist für mein Empfinden einfach perfekt und der Erholfaktor riesig.
Natürlich ist Nordsee, Strand und Meeresgeräusche auch schön bei Sonnenschein, aber die Erholung bleibt manchmal zumindest bei mir etwas auf der Strecke. Zumindest im Sommer, wenn es Millionen Menschen zum Urlaubsort für sich machen. Daher komme ich am liebsten in der Nebensaison an die Nordsee.
Wenn es stürmisch ist, kommen die Wellen auch schon mal ganz nahe an Deich, Dünen und Seebrücke. Besonders in den Wintermonaten ist das nicht selten.




Vor einigen Jahren hatte ich bei einem Besuch das Glück, dass dicke Eisschollen am Strand lagen und die Wellen an der Wasserkante zu einem hellen Teppich gefroren waren. Das sah für meinen Geschmack schon spektakulär aus. Aber vielleicht bin ich auch nur leicht zu beeindrucken… jedenfalls war alles an der Wasserkante gefroren, die Sonne schien, der Himmel war richtig kitschig hellblau und kaum Menschen am Strand. Perfekt! Die Investition in warme Winterklamotten hat sich rentiert. Das ist für mich Urlaub!
Der Wind hat hinter jede kleinen Muschel eine kleine Düne geblasen. Das sieht so wunderschön aus, dass ich mich gar nicht sattsehen kann. Die kleinen Dinge können ganz schnell die schönsten werden.
Einige Tage später stiegen die Temperaturen und das gewohnte Bild der Nordsee – ohne Eisblöcke und dicke Eisschollen kehrte zurück. Natürlich ist das ebenfalls ein Hingucker. Aber das kann man eben öfter erleben. Deshalb ist es aber auch nicht weniger schön.

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