Wer kennt die fliegenden Elbevorlandbewohner, Durchreisenden und Zwischenstopper?
Die fliegende Artenvielfalt an der Elbe ist groß.

Ich bin kein Vogelkenner, aber ich beobachte gerne Tiere in der Natur. Und da im heimischen Garten schon die unterschiedlichsten Vogelarten zu Besuch kommen, interessiert mich auch, welche Vögel im Winter hier bei uns bleiben und welche lieber die Reise in wärmere Länder antreten…
In Stade gibt es den „Verein zur Förderung von Naturerlebnissen“, der Touren mit dem Vogelkieker – Bus anbietet. Erklärungen gibt es gratis. Daher auch meine neuen Kenntnisse über den einen oder anderen Flieger…
Luftikusse
In Freiburg an der Elbe, zwischen Sommer- und Außendeich, tummeln sich viele kleine und große Zugvögel, die herrlich zu beobachten sind. Im Herbst sind viele Tausend Nonnengänse dort, um sich von dem langen Flug aus Russland nach Brut und Aufzucht des Nachwuchses zu erholen. Die haben dann mal eben 5000 Kilometer zurückgelegt. Da kann jeder verstehen, dass sie seeeeehr hungrig sind und Erholung brauchen. Sie fressen Gras auf den Weiden, ob das den Landbesitzern gefällt, oder nicht. Aber eigentlich machen sie nichts kaputt. In nicht so kalten Wintern, sollen sie sogar in Deutschland überwintern. Wenn es bei uns auch richtig kalt wird, ziehen sie noch einmal weiter Richtung Süden. Ihr Geschnatter ist immer gut zu hören, egal ob sie am Boden sitzen oder in Formation über mich hinwegfliegen.
Kiebitze sind auch in großer Zahl zu finden und bleiben ebenfalls in Deutschland, solange es nicht richtig kalt wird. Sie haben an den Enden abgerundete Flügel, daher kann man sie gut von anderen fliegenden Objekten unterscheiden. Sie sehen in der Luft etwas paddelig aus, weil ihre Flügel wirken, als würden sie mit Waschlappen wedeln.






Reiher und Gänse verbringen den Tag auf den Weiden zwischen den Rindern und schlafen aber lieber auf dem Wasser, weil sie dort vor dem Fuchs geschützt sind.
Graugänse und Nonnengänse kommen gut miteinander aus. Sie fressen gemeinsam und fliegen sogar manchmal gemeinsam, wie auf dem Foto oben zu sehen ist.
Pfeifenten hört man eher, als man sie sieht. Sie sind bei den Landwirten leider recht unbeliebt, denn Pfeifenten gründeln beim Fressen. Das heißt, sie furchen den Acker mit ihrem Schnabel komplett durch bei der Nahrungssuche. Da bleibt kein Korn wo es war.
Bussarde habe ich mehrere sehen können. Sie sitzen oft auf den Pfosten von Zäunen oder abgebrochenen Bäumen. Außerdem Sturmmöven, Goldregenpfeiffer, Fasane und Störche. Natürlich sind auf den vielen Weiden nicht nur fliegende Geschöpfe zu sehen, sondern auch diverse Schafe, Rinder und Hasen die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Mit etwas Glück…
Auch konnte ich die seltenen und wunderschönen Rohrweihen beobachten. Sie sind im und über Schilf anzutreffen, da dort ihre Nester sind und sie dort im Gleitflug auf Nahrungssuche sind.
Auf der Sandbank vor Freiburg lagen dann auch noch 3 Robben im Schlick. Ich konnte sie mit meinem Feldstecher gerade so erkennen. Für ein Foto hat mein Teleobjektiv nicht ausgereicht. Die fotografierten Flecken im Watt könnten alles sein. Daher erspare ich meinen Lesern diesen Anblick.
Ausschau halte ich natürlich immer nach den Seeadlern. Die gibt es in kleiner Zahl an der Elbe. Aber immer zeigen sie sich nicht. Am Boden sehen sie ein bisschen wie Geier aus finde ich, aber in der Luft ist es ein sehr schöner Anblick, wenn so ein riesiger Adker über einen hinweggleitet.
Bei einer Fahrt mit dem Tiedenkieker – so heißt das Flachbodenschiff vom „Verein für Naturerlebnisse“ habe ich am Strand von Freiburg auf einer Sandbank 3 Seeadler und 22 Robben beobachten können. Das war sehr beeindruckend, denn immerhin fuhren wir auf der Elbe und nicht in der Nordsee. Lest dazu meinen Artikel „Auf der Elbe ist was los…“. Link: https://dianefrank602433922.wordpress.com/2022/11/19/auf-der-elbe-ist-was-los/
Die Fahrten mit dem Vogelkieker finden von ca. April bis November statt. Genaues über die verlinkten Homepages.
Ein weiterer Veranstalter für Naturinteressierte ist der Nabu. Im Herbst findet auch eine Veranstaltung statt, bei der die Zugvögel beobachtet werden. Mein Ziel war es, Kraniche zu sehen. Die kommen meist bei Einbruch der Dunkelheit, jedoch nicht letzte Woche zum vereinbarten Termin. Schade. Komme ich eben noch einmal wieder.
Nonnengänse, Graugänse, Pfeifenten, Kiebitze, Stockenten, ein Bussard waren an dem Tag unsere Hauptdarsteller. Der Vogelkieker-Bus drehte auch gerade wieder seine Runde auf dem Elberadweg. Da findet sich doch an der Elbe immer etwas, was sehenswert ist.
Link zum Verein für Naturerlebnisse https://verein-naturerlebnisse.de/vogelkieker/
Link zur Tourist-Info Stade https://www.stade-tourismus.de/entdecken-und-erleben/naturerlebnisse/vogelkieker/veranstaltungen
Noch Lust auf weitere Naturerlebnisse? Erholsame Donau… oder Nordsee bei JEDEM Wetter… oder Nordsee-Zeit in Cuxhaven…

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